Raum schaffen …

Formate für Begegnung und Austausch

Um den Wissenstransfer zwischen Hochschulen und regionalen Akteurinnen und Akteuren zu stärken, wurden im Projekt verschiedene Formate für Begegnung und Austausch entwickelt. Sie schaffen Räume für den Dialog, in denen Praxis, Wissenschaft und weitere regionale Partner zusammenkommen, um gemeinsam an konkreten Fragestellungen und Zukunftsperspektiven für das Elbe Valley zu arbeiten.

Ein zentraler Baustein waren Regionalnetzwerktreffen in allen vier beteiligten Landkreisen. Sie boten die Möglichkeit, lokale Akteurinnen und Akteure miteinander zu vernetzen, regionale Besonderheiten zu berücksichtigen und Potenziale sowie Herausforderungen vor Ort gemeinsam zu diskutieren. Auf diese Weise wurden wichtige Impulse für den Aufbau eines nachhaltigen Hochschulnetzwerks und die weitere Entwicklung des Projekts gewonnen.

Regionalnetzwerktreffen in den Landkreisen

Im Rahmen der Regionalnetzwerktreffen kamen in allen vier Landkreisen Akteurinnen und Akteure aus Kommunen, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft zusammen. Ziel war es, regionale Potenziale und Herausforderungen zu identifizieren, bestehende Kooperationen sichtbar zu machen und gemeinsam Ansätze für den Aufbau eines nachhaltigen Hochschulnetzwerks im Elbe Valley zu entwickeln.

Lüchow-Dannenberg (Mai 2023)

Das erste Regionalnetzwerktreffen diente dem Austausch über bestehende Kooperationen zwischen Hochschulen und der Region. Vorgestellt wurden bereits laufende Projekte, bevor in einer gemeinsamen Arbeitsphase Hemmnisse, Erfolgsfaktoren und geeignete Formate für zukünftige Hochschulkooperationen diskutiert wurden. Die Gespräche machten deutlich, dass bereits zahlreiche Kooperationen bestehen, gleichzeitig aber Herausforderungen wie begrenzte Ressourcen, Finanzierungslücken und Umsetzungshemmnisse den weiteren Ausbau erschweren. Als Ergebnis wurde die Vorbereitung einer gemeinsamen Netzwerkkonferenz vereinbart.

Ludwigslust-Parchim (Juli 2023)

Unter dem Titel „Natürlich: Bauen & Sanieren“ stand dieses Netzwerktreffen im Zeichen nachhaltiger Regionalentwicklung. In einer Zukunftswerkstatt wurden in drei parallelen Workshops regionale Bedarfe zu den Themen Innovation und Handwerk, Lernorte sowie Hochschulnetzwerk erarbeitet. Dabei entstanden Ideen für neue Lernorte und Kooperationsformate für Studierende im Elbe Valley. Darüber hinaus wurden Bezüge zu zentralen Bereichen der Daseinsvorsorge – darunter Mobilität, Gesundheit und Handel – hergestellt, um regionale Herausforderungen ganzheitlich zu betrachten.

Prignitz (November 2024)

Im Mittelpunkt des Treffens standen soziale Innovationen und die gemeinsame Entwicklung einer Zukunftsvision für das Konzept „Region als Campus“. In drei aufeinander aufbauenden Arbeitsphasen wurden Themen, Formate, Prozesse und beteiligte Akteurinnen und Akteure definiert, Möglichkeiten der Zusammenarbeit mit Hochschulen entwickelt und potenzielle Lernorte identifiziert. Diskutiert wurden unter anderem die Themen Zuzug und Integration, Generationswechsel sowie Aus- und Weiterbildung. Als innovativer Lösungsansatz wurde beispielsweise das Modell landwirtschaftlicher Inkubatoren nach französischem Vorbild vorgestellt.

Stendal (Februar 2025)

Das Regionalnetzwerktreffen in Stendal knüpfte an die bisherigen Ergebnisse an und widmete sich ebenfalls der Sammlung guter Beispiele sozialer Innovationen. Gemeinsam wurden Themenfelder, Kooperationsformate und Ansätze für eine stärkere Zusammenarbeit zwischen Hochschulen und regionalen Akteurinnen und Akteuren erarbeitet. Ein besonderer Schwerpunkt lag auf der gemeinsamen Definition der Begriffe „Hochschulnetzwerk“ und „Region als Campus“ sowie auf der Frage, welche Rolle Hochschulen künftig als Wissens- und Innovationspartner für die nachhaltige Entwicklung der Region einnehmen können.

Netzwerkkonferenzen im Elbe Valley

Die Netzwerkkonferenzen bilden einen weiteren zentralen Bestandteil des Projekts „Elbe Valley: Region als Campus“. Sie schaffen einen überregionalen Austausch zwischen Akteurinnen und Akteuren aus Wissenschaft, Kommunen, Wirtschaft und Zivilgesellschaft.

Hitzacker (September 2024)

Die erste Netzwerkkonferenz stand im Zeichen der Frage, ob sich das Elbe Valley als Innovationsökosystem verstehen lässt. Im Mittelpunkt der Diskussion stand die Bedeutung sozialer Innovationen als mögliche Grundlage für die regionale Entwicklung. Im Rahmen eines Gallery Walks setzten sich die Teilnehmenden mit beispielhaften Zukunftsräumen auseinander und entwickelten gemeinsam ein Verständnis für rekursiven Wissenstransfer sowie die Rolle themenspezifischer Kooperationen und Netzwerke. Darüber hinaus wurden regionale Herausforderungen – insbesondere die Strukturschwäche – als verbindendes Element und Ausgangspunkt gemeinsamer Entwicklungsstrategien diskutiert.

Ludwigslust (November 2025)

Die zweite Netzwerkkonferenz fand im DeveLUP in Ludwigslust statt und widmete sich den Perspektiven einer kooperativen Wissensregion Elbe Valley. Im Mittelpunkt standen die Vorstellung der Projektergebnisse, das Format „Stimmen aus dem Elbe Valley“ mit regionalen Zukunftsvisionen sowie ein Gallery Walk, auf dem sich Projekte und Initiativen präsentierten. Darüber hinaus wurden die entwickelten Zukunftsräume und Entwicklungspfade, darunter die MINT-Region, vorgestellt. Ein interaktiver Wissensgraph unterstützte die Vernetzung der Teilnehmenden und förderte den Austausch von Wissen, Erfahrungen und neuen Kooperationsideen.

Strategische Einbindung der Landkreise

sowie digitale Worksophs und überregionaler Austausch

Regelmäßige Strategietreffen mit den Landräten stärken die strategische Einbindung der kommunalen Ebene in den Entwicklungsprozess des Elbe Valley. Im Mittelpunkt stehen gemeinsame Zukunftsthemen der vier Landkreise, die Priorisierung regionaler Handlungsfelder sowie die Entwicklung interkommunaler und bundesländerübergreifender Kooperationsansätze. So entstehen tragfähige Strategien für eine nachhaltige Regionalentwicklung und eine enge Zusammenarbeit über Verwaltungsgrenzen hinweg.

In digitalen Workshops zu den fünf Zukunftsräumen entwickeln Impulsgeber aus Wissenschaft und Praxis, regionale Hochschulen sowie Innovateurinnen und Innovateure gemeinsam neue Ideen für die Region. Die Workshops bieten Raum, aktuelle Transformationsprozesse zu analysieren, regionale Potenziale sichtbar zu machen und konkrete Projektansätze zu erarbeiten – von der nachhaltigen Transformation der Landwirtschaft über Gesundheit, nachhaltigen Tourismus und MINT-Bildung bis hin zu kommunalen Gestaltungsräumen und sozialer Innovation. Durch den überregionalen Austausch entstehen neue Kooperationen und praxisnahe Lösungen für die Zukunft des Elbe Valley.

Elbe verbindet

In Arbeitstreffen mit den WIR!-Bündnisprojekten IntErPol, FarmStarter, Bottom-up Valley und inNoWest wurden der Projektfortschritt sowie die digitale Knowledge Base vorgestellt. Gemeinsam identifizierten die Beteiligten Vernetzungsmöglichkeiten und Synergiepotenziale für die weitere Zusammenarbeit. Der Kick-off zur Diskussion „Elbe Valley als MINT-Region?“ verdeutlichte die Bedeutung frühkindlicher MINT-Bildung als wichtigen Ansatz zur langfristigen Fachkräftesicherung. Die digitale Knowledge Base etablierte sich dabei als zentrales Instrument für den projektübergreifenden Wissensaustausch, die Vernetzung und die transparente Darstellung der Projektaktivitäten.

Projektleitung

Sabine Flores Tran

Kernteam

Ingo Kollosche
Lisa Steck
Paula Steiner

Themenpaten

Kathrin Gegner
Volker Handke
Maren Eickhoff

Forschungsfelder

Zukunftsforschung & Transformation
Wissenstransfer & Partizipation

Förderkennzeichen

03WIR7204

Laufzeit

02.2023 bis 01.2026

Titel

WIR! – Elbe Valley: Region als Campus