Die Zukunftswerkstatt fand zum Thema „Natürlich: Bauen & Sanieren“ am 6.7.2023 (13-18 Uhr) auf dem Gelände der Inselfabrik Eldenland in Neu Kaliß statt – eine leerstehende ehemalige Papierfabrik, die aktuell neu belebt wird. Interessierte Bürger:innen, Expert:innen und Fachfirmen erkundeten in einer Podiumsdiskussion und einem World Café mit 3 Stationen, wie die Potenziale des traditionellen Handwerks (v.a. im Lehmbau) wiederbelebt und mit innovativen Techniken erneuert werden kann:

Region als Campus / Aufbau eines Hochschulnetzwerks und regionale Bedarfe (Moderation: Friederike Ruge, Ingo Kollosche, Dr. Dirk Thomas, IZT – Institut für Zukunftsstudien und Technologiebewertung gemeinnützige GmbH)
Aufbau eines Ortes und Forschungsnetzwerkes für Innovation, Handwerk, Bau, Wissenschaft und Kunst (Moderation & Impulsvortrag: Ute Reeh)
Aufbau eines Netzwerkes von Lernorten für die Arbeit mit natürlichen Baustoffen (Moderation: Stefanie Raab; Impulsvortrag; Dagmar Heppner)

Mapping der Lernorte: Jagdschloss Göhrde | Gudeberg 1 | Lehmladen Hitzacker | Sommerhaus Jabel + Scheune Sommerhaus Jabel | Leerstände in Lübz + Parchim | Jagelhof | Baugruppen-Projekt in Wittenberge | Wangeliner Gärten + EBL | Altes Schöpfwerk Vehlgast | Strahlwerk Stralsund

In der Region Elbe Valley sind traditionell viele Baugewerke angesiedelt, viele Menschen haben auch privat sehr gute handwerkliche Kompetenzen, die Mentalität des „Selbermachens“ hat eine lange Tradition. Die Bauwende bietet daher große Chancen, um regionale Wertschöpfung durch nachhaltige und ökologische Sanierungsvorhaben zu erzielen und neue, zukunftsfähige Märkte für das regionale Handwerk zu erschließen.

Unsere Gäste
Ingo Kollosche, Dirk Thomas, Friederike Ruge, IZT – Institut für Zukunftsstudien und Technologiebewertung gemeinnützige GmbH: Start des Projektes „Region als Campus– Netzwerkaufbau für Hochschulen im Elbe Valley“
Andreas Flock, Architekt, strahlwerk Stralsund: Die Zirkulare Stadt / Allianz für nachhaltiges Bauen
Ute Reeh, Zentrum für Peripherie, Nebelin: Aufbau eines Ortes und eines Forschungsnetzwerkes zwischen Handwerk, Bau, Wissenschaft und Kunst
Dagmar Heppner, Sommerhaus Alt Jabel: Nachhaltige Sanierung Fachwerkdenkmal
David Feldbrügge, Lehmladen in Hitzacker: Aufbau einer cradle to cradle Lernwerkstatt
Stefanie Raab, coopolis GmbH – Planungsbüro für kooperative Stadtentwicklung

Ansprecherpartnerinnen:
Corinna Hesse, corinna.hesse(at)kreative-mv.de

Unser Gastgeber: die Inselfabrik Eldenland
Regionalität – Nachhaltigkeit – ErinnerungDie Revitalisierung der Industriebrache eröffnet die Chance das bisher geschlossene Areal für die ansässige Bevölkerung zu öffnen, zu beleben und wieder in die Dorfstruktur aufzunehmen.

Der Kultursaal im Kontorhaus und die Hallen der Inselfabrik „Piko“ werden zukünftig als Standorte für Konzerte, Messen, Filmvorführungen, Ausstellungen und anderen kulturellen oder privaten Veranstaltungen dienen.

Das Kontorhaus bietet außerdem die Möglichkeit der Zimmervermietung und einer Großküche, die Insel Platz für einen Campingplatz und das Gelände weitere Stellplätze für Caravans und Wohnwagen.

Die weiteren Gebäude auf dem 16.000 qm großen Gelände werden als Ateliers, Sommerresidenzen und Werkstätten genutzt.

Ein hochmodernes Glasfasernetz verbindet ab 2022 den Ort mit der Welt. Hier kann sich jeder Gast in den Atmosphären der Fabrik entfalten und inspirieren lassen. Im großen Park oder auf der Insel findet jeder seinen Lieblings- (Arbeits-)Platz und der Fluss bietet Wassersport oder eine Erfrischung vom Arbeitsalltag.

Es wird eine Velgout – Filiale für Lastenradverleihsysteme geben, die sich auf die touristische Attraktivität durch die einmalige, geographische Stellung zwischen drei der wichtigsten und schönsten, ausgebauten Radfahrstrecken Deutschlands befindet.

Elberadweg, der Heideradweg und der Seenradweg

Die Lage am Wasser bietet zahlreiche Möglichkeiten in schönster Natur die Region mit dem Boot auf der Elde/ Elbe zu erkunden.

Mit dem Anspruch der Nachhaltigkeit aller Ideen und Maßnahmen soll der Umgang mit dem Gebauten langfristig auch die Ansprüche der kommenden Generationen mit einbeziehen. Spätere Generationen sollen möglichst viele Optionen offen haben.

Zukunftswerkstatt „Natürlich: Bauen & Sanieren“