MINT-Region Elbe Valley?

Schritte zur Zertifizierung

MINT-Bildung als Zukunftsstrategie für das Elbe Valley

Die Fachkräftesicherung beginnt lange vor der Berufausbildung oder dem Studium. Um Kinder und Jugendliche frühzeitig für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technis (MINT) zu begeistern, braucht es regionale Netzwerke, die Bildungsakteure, Unternehmen, Kommunen und Wissenschaft miteinander verbinden.

Im Campus Elbe Valley entstand deshalb die Vision, das Elbe Valley als gemeinsame MINT-Region zu entwickeln. Ziel ist es, bestehende Angebote sichtbar zu machen, neue Kooperationen zu initiieren und lanfristige Strukturen für eine starke MINT-Bildungslandschaft aufzubauen. Dabei steht nicht die Schaffung neuer Einzelprojekte im Vordergrund, sondern die Vernetzung vorhandener Kompetenzen und Akteure.

Was ist eine MINT-Region?

Eine MINT-Region ist ein regionales Netzwerk aus Schulen, Kitas, Unternehmen, Hochschulen, verbänden und Kommunen, das gemeinsam MINT-Bildung stärkt und weiterentwickelt. Durch abgestimmte Zusammenarbeit entstehen nachhaltige Bildungsangebote, die junge Menschen für technische und naturwissenschaftliche Themen begeistern und gleichzeitig zur regionalen Innovations- und Fachkräfteentwicklung beitragen.

Der Weg zur MINT-Region im Elbe Valley

Die Entwicklung einer MINT-Region ist ein langfristiger Prozess. Aufbauend auf den Erfahrungen des Campus Elbe Valley lassen sich mehrere aufeinander aufbauende Entwicklungsphasen unterscheiden.

 

1. Analyse und Zieldefinition

Am Anfang steht eine umfassende Bestandsaufnahme. Bestehende MINT-Angebote, Projekte und relevante Akteure werden identifiziert und miteinander in Beziehung gesetzt. Eine Stakeholderanalyse zeigt, welche Organisationen bereits aktiv sind und welche Potenziale für Kooperationen bestehen. Gemeinsam werden Ziele und Entwicklungsschwerpunkte definiert.

2. Strukturen aufbauen

Auf Grundlage dieser Analyse entstehen dauerhafte Organisationsstrukturen. Eine Steuerungsgruppe übernimmt die strategische Entwicklung, während eine zentrale Koordinierungsstelle die Netzwerkarbeit organisiert. Gleichzeitig werden politische Unterstützung und regionale Verankerung aufgebaut.

3. Netzwerk etablieren

Im nächsten Schritt werden Bildungseinrichtungen, Unternehmen, Hochschulen, Kommunen und weitere Partner aktiv miteinander vernetzt. Ein gemeinsames Verständnis über die regionalen Bedarfe bildet die Grundlage für neue Kooperationen und gemeinsame Projekte.

4. Umsetzung und Netzwerkentwicklung

Erste Veranstaltungen, Bildungsangebote und MINT-Formate werden umgesetzt. Gleichzeitig wächst das Netzwerk kontinuierlich weiter. Regelmäßiger Austausch, Feedback und gemeinsame Weiterentwicklung sorgen dafür, dass Erfahrungen geteilt und erfolgreiche Ansätze ausgebaut werden.

5. Finanzierung und Verstetigung

Langfristig werden Finanzierungs- und Organisationsstrukturen entwickelt. Neben kommunaler Unterstützung spielen Fördermittel und die Ressourcen der Netzwerkpartner eine wichtige Rolle. Parallel werden die Strukturen kontinuierlich weiterentwickelt und der Austausch mit anderen MINT-Regionen gesucht, um voneinander zu lernen und erfolgreiche Konzepte zu übertragen.

Elbe Valley als MINT-Region

MINT als regionaler Entwicklungspfad

Für das Elbe Valley bietet eine gemeinsame MINT-Region die Chance, die vier Landkreise Prignitz, Ludwigslust-Parchim, Lüchow-Dannenberg und Stendal stärker miteinander zu vernetzen und bestehende Bildungs- und Innovationsangebote sichtbar zu machen. So entsteht Schritt für Schritt ein regionales Ökosystem, das Bildung, Wirtschaft und Wissenschaft verbindet und die Fachkräftesicherung langfristig unterstützt.

Projektleitung

Sabine Flores Tran

Kernteam

Ingo Kollosche
Lisa Steck
Paula Steiner

Themenpaten

Kathrin Gegner
Volker Handke
Maren Eickhoff

Forschungsfelder

Zukunftsforschung & Transformation
Wissenstransfer & Partizipation

Förderkennzeichen

03WIR7204

Laufzeit

02.2023 bis 01.2026

Titel

WIR! – Elbe Valley: Region als Campus